Als Teil der neuen globalen HQ und R & D Zentren des Cambridge Biomedical Campus enthält das Zentrum der Lead Discovery (UKCLD) von AstraZeneca eine weltweit führende Infrastruktur für die Lagerung und Prüfung unserer Sammlung von über 2 Millionen Wirkstoffen. Dies ist das einzige Zentrum seiner Art in Großbritannien. Wissenschaftler führen Hochdurchsatz-Screenings (High Throughput Screens, HTS) durch, um potentielle Wirkstoffmoleküle zu identifizieren. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit arbeitet AstraZeneca mit dem Medical Research Council, Cancer Research UK, Charles River Labs und anderen Open Innovation-Partnern zusammen, um die akademische Wirkstoffforschung voranzutreiben.

Das UKCLD setzt eine Reihe von Screening-Technologien und Ressourcen ein, um eine hochqualitative Trefferidentifikation in großem Maßstab zu gewährleisten. Wir haben unsere Liquid Handling Dispensiergeräte auf die Assay-Entwicklung bis hin zu HTS- und Sekundär-Screenings ausgerichtet und sind auf kleinere Volumina (Sub-μl) umgestiegen, um das Screening von 1536-Well-Platten zu vereinfachen und die Reagenzkosten durch geringerem Totvolumenabfall zu senken.

Wir haben in CoLAB-Automatisierungssysteme von HighRes Biosolutions investiert, die aus modularen CoLAB Flex-Wagen bestehen, die an größere Microstar-Plattformen angedockt werden. Derzeit verfügen wir über zwölf automatisierte Certus Flex Dispensiergeräte auf CoLAB Flex-Wagen und vier Certus Flex Dispensiergeräte, die offline verwendet werden können. Wir haben den Certus Flex aufgrund seiner Dispensiergeschwindigkeit, seiner Genauigkeit und seiner geringeren Totvolumina ausgewählt (die Verwendung von Spritzen-basierter Dosierung reduziert die Totvolumina auf <1 ml), obwohl unsere anfängliche Evaluierung auch Verbesserungen hervorhob, die ihn für das uHTS-Screening geeignet machen.

Um die Dispensierzeit pro Platte zu verringern, verwenden wir normalerweise vier Ventile pro Reagenz. Die Software ermöglicht die Kalibrierung einzelner Ventile für bestimmte Assayvolumina (dies ist für die Sub-μl-Dispensierung entscheidend) und eine betriebsfertige Präzision für größere Volumina, wodurch die Assaystatistik verbessert wird. Wir filtern unsere Reagenzien routinemäßig, um Verstopfungen zu vermeiden und die Zuverlässigkeit aufrechtzuerhalten, und haben festgestellt, dass gute Reinigungsverfahren und Reinigungsarbeiten auch der Schlüssel zu einer zuverlässigen Abgabe sind.

In unserer Zusammenarbeit zeigte sich die Fritz Gyger AG offen für die Weiterentwicklung des Certus Flex und gemeinsam haben wir einen flexibleren Dispenser entwickelt, der unseren uHTS-Anforderungen gerecht wird. So haben wir beispielsweise eine Software entwickelt, die die gleichzeitige duale Zugabe von Reagenzien unter Verwendung von bis zu acht Ventile parallel pro Reagenz ermöglicht. Weiterhin haben wir auch einen abgewinkelten Dosierkopf entwickelt, der sowohl für zellbasierte Assays (Verringerung des Risikos, Zellmonoschichten nach den Waschschritten zu zerstören) als auch für biochemische Assays (Verringerung von Blasen / Schaumbildung und Eliminierung der Notwendigkeit einer Zentrifugation nach der Zugabe) von Vorteil ist. Gemeinsam haben wir ebenfalls Peripherieausstattung für den Certus Flex entwickelt, z. B. einen universellen Flaschenhalter und Reagenzflaschen mit erhöhtem Volumen für HTS-Volumina. Wir arbeiten weiterhin mit der Fritz Gyger AG an den Produktentwicklungen von Certus Flex, darunter eine Offline-Ventilreinigungsstation und ein automatisiertes Verfahren zur automatischen Kalibrierung / Überprüfung von Ventilen mithilfe der HighRes Cellario-Software.

Helen Plant

High Throughput Screening Research Scientist, AstraZeneca

AstraZeneca PLC
1 Francis Crick Avenue
Cambridge Biomedical Campus
Cambridge CB2 0AA
Vereinigtes Königreich

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